Wanderlust im Taunus
Selbst die alten Römer, die ein riesiges Reich zu damaligen Zeiten hatten, hielten das Gebiet um den Taunus als gelungene Grenzmarkierung, weil der Taunus einen so wuchtigen Bergrücken hat. Bis zu 881 m ragt die höchste Erhebung, der große Feldberg, den Taunus empor. Der Taunus ragt über Main und Rhein hinaus und zwingt diese Gewässer bis hin zur Nordsee gen Westen. In der Flussebene ist über Jahrtausende ein kulturell-wirtschaftliches Zentrum, mit der Metropolregion Wiesbaden-Mainz-Frankfurt entstanden. In dieser Region sind viele historischen Plätze und Orte zu finden inmitten von grünen Weinbergen am Taunusrand.
Taunushöhen und -schluchten hingegen sind für Wanderer ein wunderbares Naturerlebnis. Es gibt anspruchsvolle Erlebnistouren über Stock und Stein, über Berg und Tal und Erfischung bringen die klaren Bäche. Auch das dahinterliegene Bergland hat seinen ganz gewissen Charme.
Der Taunus ist das südöstlichste Teilgebirge des Rheinischen Schiefergebirges und eine naturräumliche Haupteinheitengruppe. Im Westen begrenzt das obere Mittelrheintal den Taunus und trennt ihn vom westlicheren Hunsrück. Im Norden bildet das Tal der Lahn mit dem Limburger Becken eine recht scharfe landschaftliche Grenze zum nördlicheren Westerwald. Im Osten grenzen nördlich das Gießener Becken mit Dießenbach und Kleebach, im südlichen Anschluss die Wetterau mit Wetter und Nidda an das Schiefergebirge; im Süden bilden der Rheingau und das dem Main vorgelagerte Main-Taunusvorland natürliche Grenzen. Die drei letztgenannten Landschaften sind ein Teil des Rhein-Main-Tieflands.
Am südlichen Rand liegen die Städte Rüdesheim am Rhein, Wiesbaden, Hofheim am Taunus und Bad Homburg vor der Höhe an den Nahtstellen zu den Tälern von Oberrhein und Main; am Ostrand liegen an der Nahtstelle zur Wetterau die Städte Bad Nauheim und Butzbach; im Norden an der Lahn grenzen an den Hintertaunus Wetzlar, Weilburg, Bad Ems und Lahnstein; im Westen am Mittelrhein liegt unter anderem Lorch an der Nahtstelle.
Es gibt eine Menge zu Sehen im Taunus:
Naturparks
Man findet insgesamt drei Naturparks im landschaftlich sehr vielfältigen Taunus. Der Naturpark Hochtaunus beinhaltet den östlichen Taunushauptkamm mit dem Großen Feldberg und erstreckt sich über den Östlichen Hintertaunus bis in das Weilburger Lahntalgebiet hin nach Norden. Auch der 2005 neu angelegt Heilklimapark Hochtaunus befindet sich auf seinem Gelände. Dieser ist der erste seiner Art in Deutschland. Im Nordwesten umfasst der Naturpark Nassau Teile des Westlichen Hintertaunus, während der Naturpark Rhein-Taunus sich im Westen befindet.
Ein weitverzweigtes Wanderwegenetz hat der Verein Taunusklub angelegt, welche besonders von Tagesaus-flüglern aus dem Rhein-Main- oder Lahn-Dill-Gebiet genutzt werden, wobei der Taunushauptkamm mit dem Großen Feldberg am meisten bewandert wird. Es gibt auch einen beliebten Radwanderweg. Der 48 Kilometer lange Weiltalweg ist sehr beliebt bei Radfahrern, weil die Wege sehr gut ausgebaut sind. Außerdem treffen sich die Europäischen Fernwanderwege E1 und E3 in der Nähe des Großen Feldbergs.
Einen weiten Blick über die ganze Umgebung bis hin nach Frankfurt am Main sowie den ganzen östlichen Hintertaunus kann man auf dem Aussichturm, der gleichzeitig auch ein Fernmeldeturm ist, auf der Kuppel des Großen Feldbergs genießen. Es gibt aber auch eine Vielzahl anderer Aussichtstürme im Taunus:auf dem Herzberg, Pferdskopf, dem Atzelberg, Winterstein und dem Kapellenberg, auf dem sich der sogenannte „Meisterturm“ befindet.
Auch Freunde der Geologie kommen im Taunus auf ihre Kosten. Geologische Sehenswürdigkeiten, die oft von Ausflüglern besucht werden, sind u.a. die Eschbacher Klippen, die zwölf Meter in den Himmel ragen und aus Quarz bestehen. In der Umgebung von Weilburg findet man die höchste deutsche Schauhöhle, die Kubacher Kristallhöhle, die begehbar ist. Das ist einzigartig in Deutschland.
Fazit:
Wenn Sie sich begeistern lassen wollen von einer einzigartigen Flora und Fauna, mit historischen Facetten, sollten Sie demnächst in den Taunus reisen.