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Familienwandern – Gut ausgerüstet, gut geplant? Dann kann nichts schiefgehen..

 

Wandern ist ein umso schöneres Vorhaben, wenn Kinder dabei sind. Einige Dinge sind allerdings zu beachten, bevor es auf die große Tour geht. Die Hauptregel lautet: der schwächste Teilnehmer bestimmt den Anspruch an Wetter, Gelände, Ausrüstung und Dauer.

Rast, Familie, WanderungUnd das beginnt schon bei der Wahl des Urlaubslandes. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, sollte weite Anfahrten meiden. Innerhalb von Deutschland gibt es phantastische Wandergegenden. Auch die Jahreszeit spielt eine große Rolle. Ist man auf die Sommerferien angewiesen, so sind waldreiche Gegenden vorzuziehen, die entsprechend Schatten spenden. Der Winter ist für Wanderungen mit Kindern ab etwa 10 Jahren geeignet. Im Frühjahr und im Herbst können Touren in bergige Gegenden geplant werden. Bei Wandertouren mit Kindern sollte man keinesfalls deren Belastbarkeit überschätzen.

Wanderfreudige und geübte Kinder über 10 Jahren halten gut mit Erwachsenen mit. Jüngere Kinder müssen unter Umständen zwischendurch getragen werden. Kinder unter 6 Jahren sind mit Wanderungen über 4 Stunden überfordert und brauchen ausgiebige Pausen. Damit die Wanderungen nicht zu langweilig werden, sollten die Strecken entsprechend gewählt werden. Die Nähe von Ausflugszielen und Wildparks machen die Wanderung auch für die Kleinsten spannend. Wandertouren mit Kindern sollten grundsätzlich so geplant werden, dass man etwa jede Stunde einen Punkt erreicht, der notfalls mit einem Auto angefahren werden kann. Erschöpfte Kinder darf man nicht zum Weiterlaufen zwingen. Stattdessen ist es Zeit für eine Pause von einer Stunde.

Notfalls müssen die Kinder den Rest der Strecke getragen werden. Wer sich für ebene Strecken entscheidet, kann einen Bollerwagen mitnehmen. Bei Kletterpartien hilft eine Rückentrage. Kinder unter 10 Jahren sind mit Touren überfordert, bei denen man sich abseilen muss. Wer mit der ganzen Familie eine Wanderung plant, muss für ausreichend Proviant sorgen. Pro Kind muss mindestens ein Liter Wasser im Gepäck sein. Alle zwei Stunden sollte es eine Möglichkeit geben, die Wasservorräte aufzufüllen. Außerdem gehören Obst wie Äpfel und Orangen in den Rucksack. Umfangreiches Kartenmaterial, Handy, Kompass, Pflaster und belegte Brote sind ein weitere wichtiger Bestandteil der Ausrüstung.

Das Gepäck müssen die Erwachsenen tragen. Wenn Kinder einen Rucksack tragen möchten, sollte der höchstens etwas Traubenzucker beinhalten.

Die Kleidung der Kinder muss nach dem Zwiebelschema gewählt werden. T-shirt und Zip-Hose, dazu feste, eingelaufene Wanderschuhe, ein Pullover und eine Regenjacke sind wichtig. In waldreichen Gegenden schützt eine Kopfbedeckung und ein Halstuch gegen Zecken, in den Bergen vor einem Sonnenbrand. Dabei sollte man berücksichtigen, dass Kinder stärker schwitzen, mehr Wasser verbrauchen und umgekehrt auch schneller auskühlen.