Materialien bei Wanderschuhen: Mesh Textilie
Mesh ist ein netzartiges Textilgewebe, das häufig aus synthetischen Chemiefasern, teilweise aber auch aus Naturfasern wie Baumwolle hergestellt wird. Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann dieses Gewebe in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden.
Viele werden Meshstoffe sofort mit der Bekleidungsindustrie in Verbindung bringen, das vielleicht bekannteste Anwendungsgebiet dieser Textilie. Ganz besonders bei der Herstellung von Sport- und Funktionsbekleidung ist dieses Gewebe hoch geschätzt.
Schuld daran sind die besonderen Eigenschaften des Stoffes:
Je nach Gewebe bilden größere oder kleinere Maschen eine gitterartige Struktur, die vor allem eines garantiert: Luftdurchlässigkeit. So wird Mesh, in Kombination mit anderen atmungsaktiven Stoffen, zum Beispiel für Sporthosen, T-Shirts oder Tops verwendet. Hauptsächlich in den Schwitzzonen, wie im Achselbereich, werden oftmals Einsätze aus Mesh eingearbeitet, um eine optimale Durchlüftung zu gewährleisten.
Der gute Feuchtigkeitstransport des Gewebes ist ein weiterer Pluspunkt. Vor allem Meshstoffe, die aus synthetischen Fasern wie Nylon, Polyester oder Polyamid hergestellt werden, saugen Feuchtigkeit wie Schweiß nicht auf, sondern leiten sie nach außen weiter. Das ist ein guter Grund, Kleidungsstücke, in denen man leicht schwitzt, zum Beispiel wasserdichte Outdoorkleidung oder schwere Motorradbekleidung mit Mesh abzufüttern.
Das Gewebe ist
- atmungsaktiv
- trocknet schnell
- ist auch als elastisches Gewebe zu haben und
- hat gute Abriebeigenschaften
All diese Faktoren machen Meshgewebe vielseitig einsetzbar, und das nicht nur bei Funktionsbekleidung. Auch die Schuhindustrie macht sich den Stoff mit den vielen positiven Eigenschaften zunutze. Durch den Einsatz von Mesh, insbesondere bei Sport- und Wanderschuhen, kann der Tragekomfort deutlich erhöht werden. Natürlich gibt es auch modische Kleidungsstücke, bei denen der Einsatz von Meshstoffen in erster Linie dekorativen Charakter hat.
Doch auch andere Industriezweige haben Meshgewebe für sich entdeckt. So gibt es zum Beispiel den sogenannten Micro-Mesh, bei dem auf einer textilen Grundlage Schleifkristalle in einer elastischen Latexschicht aufgebracht werden. Das ergibt ein Poliertuch, das unter anderem in der Flugzeugindustrie, Automobilindustrie, Schmuckindustrie, im Instrumentenbau oder auch in der Kosmetik zum Einsatz kommen kann. Das Gewebe ist flexibel und passt sich der jeweiligen Oberfläche an, außerdem verhindert der textile Untergrund, dass Reibungshitze entsteht. So können die verschiedensten Materialien, wie Kunststoff, Holz, Lack oder auch Metall auf besonders schonende Weise geschliffen oder poliert werden.
Ob als Moskitonetz oder Werbebanner, in Zelten oder beim Fischereibedarf, in Baseballkappen, Schuhen oder sonstigen Kleidungsstücken, dem Einsatz von Meshgeweben sind kaum Grenzen gesetzt.